Bernie Mayer Home

Reisebericht USA 2002
der Südwesten Teil 2



Di. 24.09.2002 - 4. Tag: Auf nach San Francisco

Wie erhofft haben wir am Morgen klares Wetter & der Morro Rock strahlt in der Morgensonne. Nun kommt der schönste Teil des Highway Number One - die Big Sour Coast (zwischen San Simeon und Carmel), kurz nach San Simeon, bei einem Vista Point, klettern wir die Klippen runter zum Meer um ein paar herrliche Fotos zu schiessen.

Das Hearst Castle lassen wir bewusst aus, da wir von einigen Freunden wissen dass es für Europäer nicht wirklich interessant ist, da man lediglich den Größenwahn eines Zeitungszaren sieht, der in seinem Schloss das antike Rom mit griechischen, byzantinischen und diversen anderen Epochen vermischte...
Weiter Richtung Norden - Bergauf-Bergab-links-rechts - das Bikerherz tut weh -
wie herrlich wäre es jetzt auf einer der unzähligen Harleys zu sitzen die uns laufend entgegenkommen...
Immer wieder tauchen die Berge in die Wolken ein die vom Pazifik kommen - faszinierend.
--> Reisetipp <--

Im Julia Pfeifer Burns State Park (kein Eintritt) donnert angeblich der Mc Way Cove Wasserfall 30m tief in den Ozean - was wir sehen ist ein Rinnsal das in den Sandstrand plätschert... aber das liegt leider am trockenen Sommer, wie wir später leider auch im Yosemite NP feststellen müssen. Aber die schöne Aussicht lohnt sich.

Im Point Lobos State Reserve ($4 Eintritt pro Auto) sind auf einer vorgelagerten Insel unzählige Seelöwen zu beobachten - wenn, ja wenn kein Nebel ist - denn durch die dichte Wolkendecke kann man nur ihre Umrisse erkennen und ihre Laute vernehmen. Wer genug Zeit hat kann den ganzen Trail abgehen und die herrliche Landschaft & Aussicht geniessen, Wahlers Cove ist angeblich wunderbar zum Tauchen und von Dezember - Jänner bzw. März - April kann man angeblich Grauwale bei ihrer Wanderung nach Süden bzw. Norden beobachten.

In Monterey futtern wir auf einer Parkbang gemütlich unsere Sandwiches mit Blick auf die Fischer am Pier und Seelöwengeschrei im Hintergrund. Nach Monterey verlassen wir die Küste und es gehtüber den Highway 101 nach San Francisco.
Das Aida Hotel in der Market Street/ Ecke 7. haben wir über Internet um $72/Nacht inkl. Parken gebucht. Das Zimmer ist sauber, für 2 Nächte und den Preis ist es in Frisco ok, vorallem liegt es gut um mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln die ganze Stadt zu erkunden, allerdings ist es in der Nacht eher eine finstere Gegend...
Bevor wir im Hotel einchecken, fahren wir noch zum Pier 39 um für den nächsten Tag Tickets für Alcatraz zu kaufen - $9,25 ist erschwinglich.
Am Pier tummeln sich auch dutzende Seelöwen - Entschädigung für Point Lobos.
Am Weg zum Hotel nehmen wir einen kleinen Umweg über die berühmte Lombard Street. Einmal eine der kurvigsten Strassen der Welt abzufahren gehört zu einem Frisco-Trip dazu.
Strecke: 167 Meilen (= 269 km)


Mi. 25.09.2002 - 5. Tag: San Francisco

Da in Frisco parken ein Problem bzw. teuer ist, lassen wir das Auto in der Hotelgarage und benutzen das gute öffentliche Verkehrsnetz.
Wir kaufen um $6 einen Muni All Day Pass (Tageskarte für Bus, Strassenbahn & Cable Car) und machen uns mit dem Cable Car auf zum Pier 39, um mit der 1. Fähre um 9.30 Uhr nach Alcatraz zu schipern.
Der Nebel ist weniger als gestern und man kann The Rock schon vom Festland gut sehen - die Golden Gate Bridge bleibt allerdings den ganzen Tag in Nebel gehüllt. Abgesehen von den Eindrücken die Alcatraz selbst genug liefert, hat man eine super Aussicht auf San Francisco und die Bay.
Wieder zurück machen wir uns, nach einem Abstecher ins Hard Rock Cafe, zu Fuß auf den Weg zum Coit Tower, mühsam die Bergwertung, aber die Aussicht ist spitze und $4 für den Lift (ohne den man nicht raufkommt) sind ok. Per Pedes machen wir uns weiter auf den Weg nach Chinatown.

Da unser "Zeitplan" für heute erfüllt ist und wir noch reichlich Zeit haben, fahren wir mit dem Bus zum Golden Gate Park - empfehlenswert der Japanese Tea Garden ($4 Eintritt)
Strecke: 0 Meilen (= 0 km)


Do. 26.09.2002 - 6. Tag: San Francisco - Bridgeport

Bevor wir Frisco verlassen machen wir einem Abstecher nach Twin Peaks, von wo man angeblich den besten Ausblick auf San Francisco hat, aber auch hier spielt uns der Nebel einen Streich und wir sehen nur eine graue Suppe, schade, anschließend bei der Golden Gate Bridge ergeht es uns etwas besser, man sieht fast die ganze Bridge.
Sonora Pass
Nun geht's ab Richtung Yosemite Nationalpark, da wir auch die Geisterstadt Bodie & den Mono Lake sehen wollen, wählen wir die Route oberhalb vom Yosemite NP vorbei, über den 9625 Fuß hohen Sonora Pass und es waren die Stunden die wir länger brauchten wert! Traumhafte Ausblicke entlang der ganzen Strecke bis Bridgeport, wo wir uns auf Motelsuche begaben.
Sonora Pass
Bridgeport Sunset
Leider ist es schon 18.00 Uhr vorbei und bei einigen Motels steht bereits No Vacancy, wir steueren mal das Best Western an aber $145 + Tax ist uns doch erheblich zu teuer, nach ein paar weiteren Versuchen probierten wir es im Victorian Hotel, welches von außen zwar einen leicht "verfallenen" Eindruck erweckt aber Innen absolut nett & rustikal ist, da es nur 2 Personen Zimmer gibt müssen wir 2 Zimmer um Gesamt $89 inkl. Tax nehmen. "Als Abendausflug" wollen wir noch die Ghosttown Bodie besuchen, doch bereits auf halber Strecke der Dirt Road wird es zu dunkel und wir kehren um - schade, aber dafür erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Strecke: 310 Meilen (= 499km)


Fr. 27.09.2002 - 7. Tag: Bodie & Yosemite Nationalpark

Es ist gerade mal 8.00 Uhr, als wir schon die beschwerliche 3 Meilen lange Dirt Road hinter uns haben und beim Schranken zur Ghosttown Bodie, in der früher bis zu 10.000 Leute wohnten, warten - ideal da wir bei den ersten sind und somit es noch "gespenstischer" wirkt. Kein Eintritt da der Ranger der den Schranken des Bodie State Historic Park öffnete meinte: wenn uns wer fragt, wir haben ihn nicht gesehen... So früh morgens durch die verlassenen, leeren Gassen zu schreiten hat schon was.
--> Reisetipp <--
Weiter geht's am Mono Lake vorbei in den Yosemite Nationalpark.
Beim Eingang am Tioga Pass besorgen wir uns den für ein Jahr gültigen Nationalparkpass ($50) - für alle Nationalparks in den USA.
Am schneebedeckten Cathedral Peak vorbei fahren wir Richtung Yosemite Valley.
Schon bei der Einfahrt springt uns der beiendruckende Half Dome ins Auge. An den Bridalveil Falls (die leider auch nur wenig Wasser haben) vorbei erblicken wir El Capitan - eine faszinierende Felswand.
Hirsch
Vom Curry Village aus begeben wir uns zu Fuß Richtung Vernal Fall & Nevada Fall. Wir staunen nicht schlecht als 3 Meter neben uns 2 Hirsche stehen & genüßlich von einem Baum futtern. Da sie sich durch unsere Anwesenheit nicht abschrecken lassen knipsen wir ein Foto von ihnen und wandern weiter, aber bei der Vernal Fall Bridge, von der man den Vernal Fall sieht, drehen wir aus Zeit- & Konditionsmangel um.
Bei den Yosemite Falls (dem höchsten Wasserfall Nordamerikas) müssen wir feststellen dass hier im Herbst gar kein Wasser kommt - pretty shitty... Hier ist der Frühling sicher beieindruckender.
In den, in Morro Bay & Frisco entdeckten, gratis Motel Couponheften finden wir das Red Roof Inn in Fresno um $45 + Tax,
endlich ein paar Längen in einem Pool schwimmen und faul abhängen.
Strecke: 220 Meilen (= 354 km)


Sa. 28.09.2002 - 8. Tag: Kings Canyon & Sequoia Nationalpark

Bevor wir noch den Sequioa NP erreichen biegen wir in den Kings Canyon Nationalpark ab, das hätten wir uns eigentlich sparen können,
die 2 Wasserfälle waren zwar auch fein und führten mehr Wasser als die in Yosemite, aber der Yosemite NP ist wesentlich beeindruckender, hier braucht man Zeit zum wandern, dann ist er sicher ebenso schön.
Der anschließende Besuch im Sequoia Nationalpark ist überwältigend,
die riesigen Sequoia's wie zum Beispiel der General Sherman Tree
(the largest living thing on earth) mit einem Umfang von 31,3 m; einen Durchmesser von 11,1m; eine Höhe von 83,8m und einem Alter von ca. 2300 - 2700 Jahren!
Sequoia
Sequioa Nationalpark
Sequioa Baumtunnel
Sequioa Nationalpark
Der "Abstecher" in den Kings Canyon hat uns leider viel Zeit gekostet und somit ist nun die Devise "Meilen machen" - so nah ans Death Valley ran wie nur geht. Die Strecke durch die Greenhorn Mountains kommt einem so ewig lang vor wie der Weg über den Sonora Pass, hat aber genauso ihre optischen Erlebnisse. In Ridgecrest steigen wir in der Econolodge um $59 inkl. Tax & AAA Ermäßigung ab. in den Greenhorn Mountains
in den Greenhorn Mountains
Cows on the road
in den Greenhorn Mountains
Strecke: 356 Meilen (= 573 km)


So. 29.09.2002 - 9. Tag: Death Valley Nationalpark

Heute steht uns eine sehr lange Etappe bevor - wir wollen bis St. George / Utah wo bereits + 1 Stunde Zeitunterschied dazuzurechnen ist, somit geht's bereits um 5.00 Uhr raus aus den Federn und ab ins Death Valley. An den Stovepipe Sand Dunes vorbei fahren wir zu Scotty's Castle und zum Ubehebe Crater (ein rund 6.000 - 7.000 Jahre alter, 230 Meter tiefer Vulkankrater). Nach dem tiefsten Punkt der Westlichen Hemisphäre - Badwater (85 Meter unter dem Meeresspiegel) geht's über eine 2,5 Meilen lange Dirt Road und einem rund 20 minütigem Marsch zu einer Natural Bridge. Danach genießen wir die herrliche Aussicht vom Zabriskie Point.
Ubehebe Crater
Ubehebe Crater
Badwater
Badwater
Ab jetzt geht's nur mehr ans Fahren und das auf den endlosen Geraden in der Wüste Nevadas. Um 18.00 Uhr kommen wir geschlaucht in St. George an,
gut dass in Nevada 70-75mph erlaubt sind.
Aus den Couponheften haben wir das Ancestor Inn genommen, schlappe $39 inkl. Tax. Heute ist das Poolen besonders entspannend.
Badwater
Badwater
Zabriskie Point
Zabriskie Point
Death Valley
Death Valley
Zion Canyon
Highway 15
Strecke: 504 Meilen (= 811 km)

MEGA-TREND Poster: Verdienen mit posterXXL.de!

up