Österreich Reisetipp
Nationalpark Plitvicer Seen, Kroatien
Land der fallenden Seen
Der Nationalpark Plitwicer Seen ist ein einzigartiges Naturjuwel im Herzen
Kroatiens das bereits seit 1979 UNESCO Weltnaturerbe ist. Die rund 16 kaskadenförmigen
Seen bilden ein Ambiente wie im Paradies. Berühmt wurde die einmalige
Naturlandschaft als Kulisse der Winetou Verfilmung der Schatz im Silbersee.
Wir verbrachten das erste Mai-Wochenende am Campingplatz Korana in der Nähe
des Nationalparks. Als wir am Freitag Abend im Camp ankamen mieteten wir
uns einen der vielen netten kleinen Bungalows, spartanisch mit 2 Betten
Tisch & Sesseln aber bei Nachttemperaturen von nichtmal 10° doch
wesentlich angenehmer als im mitgebrachten Zelt. Den Abend liesen wir gemütlich
mit Grillen & ein paar Gläsern Wein ausklingen.
Am Samstag starteten wir frühmorgens ins Land der fallenden Seen. Bereits
um 8.30 wanderten wir vom unteren Eingang zum Big Waterfall. Bereits der
Anblick des Tals raubt einem ein wenig den Atem. Das Wetter spielt zwar
leider nicht ganz mit denn es regnet leicht aber das Panorama, die saftigen
Grüntöne und die noch wenig frequentierten Wege entschädigen
absolut. Nach dem "Abstieg ins Tal führen einem die gut begehbaren
Stege durch's Paradies. Nachdem wir den 78m hohen großen Wasserfall
aus der Nähe betrachteten führen uns die Stege durch atemberaubende
Kaskadenlandschaft zur Bootsanlegestelle am großen See. Da es bei
dem regnerischen Wetter keinen Sinn macht den langen Weg durch den Wald
zu den oberen Seen zu gehen, fahren wir gemütlich mit dem Boot über
den großen See. Vom Boot aus hat man bereits einen wunderschönen
Blick auf die in den See fließenden Kaskaden. Der nun folgende "mittlere"
Abschnitt zählt für mich zum schönsten Teil dieses Naturjuwels.
Leider wird der Regen immer stärker und als wir bei der Shuttlebusstation
am Ende des Trails bei den oberen Seen ankommen schüttet es in Strömen
wodurch der Rückweg zu Fuß keinen Sinn macht. Glücklicherweise
fährt der Shuttlebus nicht ganz bis zum unteren, nördlichen Eingang.
Die letzten 10 Minuten muss man zu Fuß gehen wodurch einem atemberaubende
Ausblicke auf die unteren Seen "aufgezwungen" werden welche man
sonst verpassen würde... Wir verbringen noch einen netten Abend am
Campingplatz ehe wir am Sonntag vormittag mit einem kleinen Umweg über
die südsteirische Weinstrasse wieder Richtung Heimat fahren.
Trotz Regen ein absolut wunderbarer Wochendausflug, wenn das Wetter mitspielt
kann man hier leicht 2 - 3 Tage in einmaliger Natur wandern. Ohne Stau's
benötigt man für die 500 Kilometer lange Anreise von Wien gerade
mal 5 Stunden. In den 110 Kuna Eintritt die der Nationalpark kostet sind
die Bootsfahrt und der Shuttlebus bereits integriert. Das Wetter hat zwar
leider nicht ganz mitgespielt, dafür war der Park relativ leer, gegen
Mittags sind zwar trotz Regen ettliche Autobusse "eingefallen",
aber das Gedränge auf den Stegen blieb aus. Für uns steht bereits
fest, wir kommen wieder, aber sicher wieder in der Vor- oder Nachsaison
denn beim Massentouristenauflauf kann man auf den schwingenden Stegen mit
Sicherheit kein einziges ruhiges Foto machen...