USA Reisetipp
Jeep Arch bzw. Gold Bar Arch
In unmittelbarer Umgebung des Arches Nationalparks liegen noch einige weniger
bekannte, aber nicht minder spektakuläre Arches welche durch die Einsamkeit
fast noch beeindruckender sind wie die berühmten Pendants im Nationalpark.
Der Jeep Arch, in den Topografischen Karten auch als Gold Bar Arch bezeichnet
ist so ein Highlight.
Der Trailhead (38°34'43''N - 109°38'10''W) für diesen einmaligen
Hike liegt an der Old Potash Road (HW Nr. 279) rund 10 Meilen von der Abzweigung
von Highway 191. Durch ein rund 2 Meter hohes Abflussrohr unter den Gleisen
der Eisenbahn beginnt der Hike und ähnlich wie der Pinto Arch zählt
dieser Hike zu den anspruchsvolleren - ich würde den sogar als eher
schwer einstufen, es gibt zwar immer wieder alte Spuren von anderen Hikern
und Steinmännchen aber mehr als einmal stand ich an einer nicht überwindbaren
Stelle und musste ein Stück retour und einen anderen Weg suchen. Die
erste halbe Meile im Culvert Canyon ist noch problemlos, dann steht man
vor dem 2. Wasserbecken welches ein unüberwindbares Hindernis darstellt
- hier muss man ein Stück vorher rechts auf den Felsen und oberhalb
das Becken passieren. Nach diesen Becken verlässt man den Wash linker
Hand (38°34'58''N - 109°38'03''W) und es geht immer links am Canyon
entlang stetig leicht bergauf. Wie beim Corona Arch gibt es auch hier kaum
schattige Stellen und die Sonne brennt extrem heiß runter an diesem
Sommernachmittag. Trotz einiger GPS Koordinaten bin ich oft am Zweifeln
wo ich nun weitergehen soll, aber jedesmal wenn ich dachte hier geht's nicht
weiter, habe ich irgendwo in der Ferne ein Steintürmchen bzw. "einen
Weg" entdeckt. Nach 2/3 des Weges geht links ein kleiner Canyon rein
- das ist eine Sackgasse - wie ich feststellte... Man muss nachdem man den
Canyon nach links verlassen hat, sich nur stetig am Bergrand entlang nach
oben halten und nirgends "abbiegen". Nach rund 2,5 Stunden anstrengenden
Marschierens kommt man "ums Eck" und plötzlich steht er vor
einem, der Gold Bar Arch (38°35'56''N - 109°38'22''W) der aussieht
wie ein Jeep - fast genauso überwältigend wie der Delicate Arch
heute Morgen, durch die "Tortour" hierher und die absolute Einsamkeit
ist das Glücksgefühl aber wesentlich größer! Wenn man
durch den Jeep Arch steigt sieht man bis zum Colorado und von dieser anderen
Seite (wo man auch die besseren Bilder machen kann) retour sieht man die
Berge der Rockies. Zurück geht es dann um einiges schneller, denn es
geht stetig bergab, die Sonne ist bereits hinter den Bergen verschwunden,
wodurch es um einiges angenehmer wurde und man kann fast sagen der Weg "erscheint"
vor einem, die Traceback Funktion des GPS tut ihr übriges. Was für
ein einmaliger Hike!
Den Hike würde ich keinesfalls ohne Topografische Karten und GPS bzw.
Kompass unternehmen! Von der Lage empfiehlt sich die Tour am Nachmittag,
dadurch dass Schatten mangelware ist sollte man auf Sonnenschutz und genug
zu Trinken nicht vergessen!
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Noch mehr einmalige Hikes in meinem Reisebericht
USA-Southwest 2009 - Photographer's
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