| Eigentlich wollte ich heute früh morgens zu den Wahweap Hoodoos (über den nördlichen Zugang), da ich aber in der Nacht von einem schweren Gewitter geweckt wurde, ist eine Zufahrt über die rund 12 Meilen lange Dirt Road sicher unpassierbar. Somit drehe ich den Wecker gleich in der Nacht wieder ab und schlafe mal etwas länger. Um 9 Uhr Arizona Zeit bin ich beim Lower Antelope Canyon (--> Reisetipp <--) und es ist idealerweise wieder gleiche Junge wie gestern am Eingang. Ich gebe ihm mein gestriges Permit und frage etwas "scheinheilig" ob es nicht wegen des gestrigen Schlechtwetters auch heute gilt und er lässt es gelten und nach einem netten Gespräch, während die Gruppe bereits mit dem Guide abmarschiert ist, gibt er mir sogar für die 20 $ die hier der Guide kostet (ohne dem es hier ebenfalls nicht geht) einen 4 Stunden Fotografenpass mit dem ich den Canyon selbstständig erkunden kann. Wie man bereits am Eingang erkennt, ist der Lower Antelope Canyon um einiges enger und ein wenig anspruchsvoller als der Upper. Von den Farben her, und durch die Enge und Ruhe, ist der Lower anders und eventuell auch als noch schöner als der Upper zu bezeichnen - aber ich finde man muss Beide gesehen haben. Nachdem ich den Canyon rauf und runter bin sollte gegen 10.30 Uhr beim Eagle der Beam durch das "Loch" kommen, was er auch gegen 10.45 beginnt, doch mittlerweile ist das Donnern eines Gewitters nicht mehr zu überhören und durch die fehlende Sonne ist, ebenso wie die Farbengewalt, der beginnende Beam natürlich weg und die Navajo beginnen den Canyon aus Sicherheitsgründen zu räumen. |
| Als ich "nach oben" komme stelle ich fest dass man da unten im Canyon echt nichts mitbekommt, bis es dann ev. "zu spät" ist. Denn oben ist es bereits kohlrabenschwarz und beginnt zu regnen, somit haben sich der Waterholes Canyon und der Alstrom Point für heute, genauso wie die Wahweap Hoodoos und die Cotttonwood Canyon Road für morgen früh, erübrigt. Also cancel ich meine für heute noch gebuchte Nacht in Page und fahre Richtung Bryce Canyon Nationalpark, da bei der Abzweigung zur Cotttonwood Canyon Road die Wolken im Norden ebenfalls kohlrabenschwarz und es auch leicht zu regnen beginnt, ist an eine Fahrt über die 46 Meilen lange Dirt Road entlang des Cockscomb nicht zu denken. Am zweitschönsten Highway der USA (nach dem Highway Number 1), dem Scenic Byway 12 kommt man durch den Red Canyon zum Bryce Canyon Nationalpark. |
| Da nirgends in der Nähe etwas Günstigeres zu finden war, check ich in Tropic im Bryce Valley Inn (Americas Best Value Inn & Suites) um 95,96 $ (mit Fridge ++) ein. Da noch genügend Zeit ist, starte ich für den Sunset zum Bryce Canyon Nationalpark und da ich heute auch noch nicht viel gegangen bin, gehe ich am Sunset Point noch den Navajo Loop Trail runter ins Tal. Und wahrlich, die Schönheit Bryce's bekommt man erst so wirklich mit, wenn man hier nach unten geht. Die Farben sind wunderschön, links und rechts der Fels, dazwischen die Bäume, kaum Leute - einfach wunderschön. Der Leichtigkeit halber, sollte man den Trail gegen den Uhrzeigersinn gehen, dann hat man es beim Aufstieg nicht so steil. | ||
| Als ich wieder nach oben komme beginnt gerade die Sonne unterzugehen, somit mache ich noch ein paar Bilder am Sunset Point, dieser hat mich aber als Sunset Location 2002 schon nicht überzeugt und somit fahre ich noch schnell zum Bryce Point, und es ist gut so. Denn hier ist erstens das Panorama am genialsten, und zweitens sind auch die Farben zum Sonnenuntergang, mit Blick Richtung Sunset Point, wunderbar. | ||
| Der heutige Tag fängt früh an, da ich den Sunrise am Mesa Arch ausließ, schau ich mir heute den Sonnenaufgang am Bryce Canyon an. Mit einigen anderen Frühaufstehern beobachte ich das herrliche Schauspiel der Natur vom Sunrise Point aus. Die Farben der Hoodoos wenn sie von den ersten Sonnenstrahlen berührt werden sind traumhaft, der Sonnenaufgang ist hier eindeutig dem Sonnenuntergang vorzuziehen - ein perfekter, wunderschöner Start in den Tag. | |
| Nach dem Check Out besuche ich den Kodachrome Basin State Park (6 $ Eintritt). Ich gehe den leichten und kurzen Angels Palace Trail von dem man einen schönen Überblick über den Park hat und den Trail zum Shakespeare Arch, in der Nähe des Arch hat man einen Superüberblick über die gesamte Länge der Bryce Canyon Kante. Alles in Allem ein netter kleiner Park mit hübschen Campground, aber nix herausragendes, wenn man wenig Zeit hat kann man ihn sich sparen. Da lt. Ranger die 9 Meilen über die Cotttonwood Canyon Road zum Grosvenor Arch pretty rough sein soll, hebe ich ihn mir für meinen Rückweg in ein paar Tagen über die bis dahin hoffentlich wieder offene C.C.R. auf, denn diese ist nach den Gewittern der letzten Tage als unpassierbar eingestuft. | |
| In Escalante checke ich im Prospector Inn um 61,71 $ ein (nettes, sauberes Motel ohne Extras +). Da der Petrified Forest Nationalpark zeitlich nicht in die Routenplanung passte, besuche ich stattdessen den kleinen Escalante Petrified Forest State Park. Für den Petrified Forest Trail und den Trail of Sleeping Rainbows benötige ich rund 90 Minuten. Der Aufstieg auf das Plateau des versteinerten Waldes ist ein wenig anstrengend, aber für jeden normalen Wanderer problemlos zu schaffen, man sollte unbedingt den zusätzlichen, ein wenig anspruchsvolleren Zusatzloop "Trail of Sleeping Rainbows" gehen - hier liegen die meisten versteinerten Bäume! |
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Nach einem kurzen Check der Road Conditions
beim Grand Staircase-Escalante National Monument Visitor Center
in Escalante mache ich mich auf zu einem relativ gut behüteten
Secret im G.S.E.N.M. - zu den Moqui Marbles am Moqui Hill (bzw.
Moki Hill). Mit den, im Internet recherchierten, GPS Daten finde
ich problemlos den Moqui Hill, bei der teilweise sehr sandigen
Zufahrt bin ich aber wieder froh über meinen "kleinen"
SUV.
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Faszinierend und wunderschön liegen hier
Unmengen dieser Murmeln, ebenso einmalig sind die weiter östlich
liegenden "Rohre", die eigentlich ein wenig wie versteinertes
Holz aussehen, diese Rohre sind aber wie die Kugeln zum Großteil
aus Eisenoxyd und die Entstehung der Pipes, wie auch der Marbles
ist nicht wirklich geklärt. Diesen einzigartigen Steinmurmeln
(mit einem Durchmesser von bis zu 10 cm) werden u.a. heilende
Kräfte nachgesagt, auf jeden Fall sind Sie ein Wunder der
Natur, ebenso wie die gleich in der Nähe liegenden Pipes.
Ich verbringe eine herrliche, einsame Stunde am Hill und am
"Parkplatz" davor. Wer gehofft hat hier Zugangsinfos
zu finden den muss ich aber enttäuschen, diese werde ich
hier nicht bekanntgeben, aber wer wie ich das Netz durchforstet
wird welche finden, genau wie ich, und wer dann dort war, wird
ziemlich sicher meine Meinung teilen, dass der Ort den wirklich
Interessierten vorbehalten bleiben sollte. Denn am Rückweg
wird man feststellen dass es mehrere Moqui Marbles "Felder"
gab, diese aber anscheinend in den letzten Jahren bzw. seit
der (weiße) Mensch hier unterwegs ist, geplündert
wurden. Am "Parkplatz" liegen auch noch viele kleinere
Marbles, aber kein Vergleich zum Moqui Hill - hoffentlich besteht
dieser für die Nachwelt noch lang, denn trotz Absperrungen
und Fahrverbot sieht man sogar direkt am Moqui Hill SUV bzw.
ATV Spuren...
Take only pictures, leave only footprints! |
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Weiter geht's zu einem weiteren Highlight
des G.S.E.N.M. - dem Devils Garden. Über die Hole in the
Rock Road kommt man zu dem Spielplatz für Fotografen, der
idealerweise direkt neben dem Parkplatz liegt und man somit
keinen langen Anmarsch in Kauf nehmen muss. Hier findet man
ein Vielzahl einzigartiger, wie überdimensionale Köpfe
aussehende Hoodoos (welche mich ein wenig an die Moai der Osterinsel
erinnern), versteinerte Sanddünen und mit dem Metate Arch
einen faszinierend zerbrechlich wirkenden Arch. Damit geht der
wunderschöne Tag ebenso einmalig zu Ende wie er beim Sunrise
am Bryce begann.
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| Nach einem gemütlichen Frühstück am Zimmer fahr ich heute gegen 7.30 los Richtung Boulder. Über den landschaftlich wunderschönen Burr Trail geht's zum Strike Valley Overlook (--> Reisetipp <--) im Capitol Reef Nationalpark. Zu dem einzigartigen Aussichtspunkt, mit fantastischem Rundblick auf die Waterpocket Fold, gelangt man durch den Upper Muley Twist Canyon. Von Boulder kommend zweigt dieser, knapp eine Meile vor den herrlichen Serpentinen hinab in die Waterpocket Fold, bei dem von Weitem sichtbaren Peekaboo Arch, links ab und ist auch mit einem kleinen Wegweiser gekennzeichnet. Die nun folgende "Road" - so ferne man sie so bezeichnen will - führt nun knapp 3 Meilen im ausgetrockneten Flussbett des Muley Twist Canyon nach Norden zum Trailhead. Diese Zufahrt ist nur mit HC 4WD und bei Trockenheit passierbar, aber im Notfall kann man die 3 Meilen auch zu Fuß zurücklegen, denn es geht nur flach im Flussbett dahin, und es zahlt sich in jedem Fall aus! Am Weg zum Trailhead kommt man, neben dem bereits erwähnten Peekaboo Arch, am Cherrios Double Arch und einem unbenannten Double Arch vorbei. Beim Trailhead ist Endstation für alle Fahrzeuge, von hier geht es nun rund 0,7 Meilen leicht bergauf, der Trail ist Großteils gut erkennbar und auch immer wieder durch Steintürmchen gekennzeichnet. Oben angekommen überwältigt einem der einmalige Ausblick, leider vermiesen einem diese Faszination ein wenig die extrem lästigen Mücken. Für den Hike vom Trailhead zum Strike Valley Overlook und zurück benötigte ich inklusiv ausgiebigem Fotostopp gerade eine Stunde. Für den ganzen Burr Trail von Boulder bis zum Highway 24 muss man auf jeden Fall einen halben Tag rechnen, bis zum Beginn des Capitol Reef NP ist der Burr Trail asphaltiert, danach beginnt eine Dirt Road welche auch mit dem Pkw problemlos befahrbar ist - aber nur bei Trockenheit. Weiter geht's in den Capitol Reef Nationalpark, über den Scenic Drive zum Capitol Gorge - das ist wieder eine Straße nach meinem Geschmack - links und rechts die hohen Felswände und dazwischen gerade Platz für die Gravel Road (problemlos mit dem Pkw befahrbar). Am Ende der Straße gehe ich den Capitol Gorge Trail bis hinauf zu den Tanks. Mit Ausnahme des kleinen 0,2 Meilen langen Aufstieges am Ende des Trails, zu den natürlichen Wassertanks, welche die Mühe auf jeden Fall lohnen, geht es im Canyon nur flach dahin, unterwegs kommt man auch an ein paar Petroglyphen vorbei. Oben bei den Tanks sollte man nicht gleich bei den ersten 2, leicht erreichbaren Becken umdrehen, sondern noch weiter zu dem letzten langen Becken gehen (hier fand ich wie 2002 bei the wave diese kleinen "Urzeitfische") und besonders die vordersten Tanks, mit dem kleinen Arch, direkt an der Kante hinunter in den Capitol Gorge, gefielen mir am Besten. Nach einem kurzen Abstecher auf die Grand Wash Dirt Road zum (Butch) Cassidy Arch Viewpoint fahre ich wieder über den zweitschönsten Highway der USA zurück nach Escalante. Die dabei passierten Scenic Overlooks sollte man unbedingt ansteuern, die Ausblicke sind grandios! Gut dass ich noch in Escalante getankt habe denn die einzige Minitankstelle in Boulder hatte geschlossen und auf den über 100 Meilen von Escalante über den Burr Trail bis Torrey gibt es keine Möglichkeit zu tanken! |
| Heute werden die Calf Creek Falls gehikt. (--> Reisetipp <--) Nachdem ich die 2 $ Self Pay Fee für die Calf Creek Falls Recreation Area deponiert habe, starte ich um 8 Uhr vom Parkplatz beim Campground. Der ca. 3 Meilen lange Trail, entlang dessen vom BLM auch ein Naturlehrpfad errichtet wurde, geht die ganze Zeit relativ flach am Calf Creek entlang, Schatten ist allerdings Mangelware. Nach 1,5 Stunden komme ich bei den Lower Calf Creek Falls an - traumhaft, die Farben sind überwältigend. Eine knappe Viertelstunde immerhin gehört die Szenerie nur mir, und ich kann in Ruhe fotografieren und die Schönheit und Stille genießen, ehe nach und nach immer mehr Leute und Horden an Kindern eintreffen und im Pool des Wasserfalls baden, was ein ruhiges Fotografieren unmöglich macht. |
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Nach 12 Uhr bin ich wieder zurück beim
Auto und fahre weiter zum Upper Calf Creek Fall Trailhead. Dieser
ist zwar mit einer Höhe von "nur" 27 Metern nicht
so spektakulär und um ein Vielfaches schwerer zu erreichen
aber hier hat man wieder die Ruhe, die bei den Lower Calf Creek
Falls fehlte, denn hier ist wieder keine Menschenseele. Der
Parkplatz liegt rund 5,5 Meilen nördlich des Campgrounds
in der Nähe des Milepost 81. Dort zweigt eine kurze (nur
rund 200 Meter) aber heftige, nur für SUV passierbare Dirt
Road nach Westen zum Trailhead ab. Als ich am Trailhead den
"Weg" sehe, überlege ich doch nochmal kurz ob
ich da runter will, denn es geht ganz schön steil nach
unten, aber es ist fester, griffiger Slickrock und somit ab
nach unten, was soll's. Runter geht es relativ schnell, der
Weg ist insofern relativ leicht zu erkennen, als dass hier einfach
die schwarzen Lavastücke weggeräumt wurden. Kurz vor
dem Ziel (leicht erkennbar) gabelt sich der Weg, links geht
es runter zum Fuß des Wasserfalls, rechts zur oberen Kante.
Als erstes gehe ich weiter nach unten, was meiner Meinung nach
das schönere Motiv darstellt. Natürlich muss ich auch
zum oberen Viewpoint, der ist zwar nicht so spektakulär,
aber die Pools vor der Kante sind auch recht fein. Nach dem
heftig anstrengenden Aufstieg bin ich rund 2,5 Stunden nach
dem Abstieg wieder beim Auto und mache mich auf den Rückweg
nach Escalante.
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| Da laut Auskunft der Ranger in Escalante, gestern Abend, die Cottonwood Canyon Road noch als unpassierbar galt, fahr ich als erstes heute morgen zum G.S.E.N.M. Visitor Center in Cannonville am Beginn der C.C.R. Dort meinen die Ranger dass gestern bereits ein paar Autos vom Süden durchkamen und die C.C.R. pretty rough, aber mit meinem HC 4WD passierbar sein müsste. Was für eine gute Nachricht, also nix wie los über die 46 Meilen lange Dirt Road entlang des Cockscomb nach Süden. Bis zum Grosvenor Arch ist die Straße problemlos passierbar, ab dann wird's etwas ruppig, aber die heftigen Passagen sollen erst bei den Cottonwood Narrows und beim Paria River kommen. Rund um die Cottonwood Narrows wird die Straße nochmal, wie angekündigt, heftiger, aber mit meinem "großen" ist ein Weiterkommen absolut kein Problem. Etwa auf halber Strecke kommt mir ein Pick-Up WoMo entgegen, wir tauschen kurz die Infos über die jeweils zurückgelegte Strecke aus und die Infos stimmen mich positiv, denn es sollte alles trocken sein. Der Zustand der C.C.R. wird aber in der Nähe des Paria River wirklich heftig und es wird ersichtlich warum sie mehrere Tage unpassierbar war. Aber mit einem gefühlvollen Gasfuß geht es langsam, aber problemlos weiter. Nach knapp 2 Stunden bin ich kurz vor dem Highway 89 an der Abzweigung der BLM Road 431. Da für die nächsten Tage wieder Gewitter angesagt sind, zweige ich hier nach Osten ins Valley of the White Ghosts, wie die Wahweap Hoodoos auch genannt werden, ab (--> Reisetipp <--). Nachdem ich den Hike bereits zweimal wegen Schlechtwetter verschob, soll es nun heute endlich soweit sein. Es ist zwar bereits später Vormittag und am Schönsten sollen sie bei Sonnenaufgang sein, aber ich will sie lieber jetzt, als eventuell gar nicht sehen. Der "offizielle" Zugang zu den White Hoodoos, wie die Wahweap Hoodoos auch genannt werden, liegt eigentlich bei Big Water und ist mit einem 7 km (one way!) Marsch im trockenen Flussbett des Wahweap Creek verbunden, aber es gibt ja auch die "inoffizielle" nördliche Zufahrt. Immer wieder liest man im Netz davon dass diese nicht "freigegeben" ist, also habe ich mich vor einigen Tagen bei den Rangern der Paria Contact Station nach dem Zustand der Straße erkundigt und keine "Absage" bekommen - also los. Die Straße allerdings hat's in sich, die Wash's die man queren muss sind zwar, offensichtlich seit kurzem erst, wieder trocken, aber es gilt zum Teil so steile Stufen, bei den zu querenden Wash's, zu überwinden dass ich sogar mit meinem "Riesen" im Schneckentempo mit der Schürze vorne leicht streife... Bei dieser nördlichen Zufahrt wird zwar das Auto strapaziert aber die Beine geschont, denn hier muss man zwar über eine, teils heftige, rund 11 Meilen lange Dirt Road, aber am Ende beim Wahweap Creek angekommen muss man nur mehr knapp 1,5 km zu Fuß im ausgetrockneten Wahweap Creek nach Süden gehen, bis man auf der rechten (westlichen) Seite die überwältigenden weißen Wahweap Hoodoos entdeckt. |
| Es gibt 3 Hoodoo Gruppen, die nördlichste ist die "berühmteste", aber auch die mittlere ist faszinierend da wesentlich größer, die südlichste war am unspektakulärsten. Ich verbringe eine wunderbare, einsame, halbe Ewigkeit bei der mittleren und nördlichen Gruppe ehe ich mich wieder auf zum Auto mache. Für die Anfahrt von der C.C.R. benötigte ich noch rund 45 Minuten, retour schaffe ich es in knapp 30 Minuten und es macht echt Spaß mit einem ordentlichen Geländewagen über die Dirt Road zu brausen. |
| Nach einem kurzen Stopp bei der Paria Contact Station, um den meines Erachtens für HC 4WD Cars gut passierbaren Zustand der C.C.R. mitzuteilen, und um Infos über den Straßenzustand in den Coyote Buttes South (wo ich morgen bin) zu erfragen, geht's weiter nach Kanab. Da ich bis zum 4. Juli (Independence Day) hier bin, habe ich im Treasure Trail Motel ein Zimmer für die nächsten 4 Nächte reserviert (62,- $ Pool & Fridge +). Es ist zwar schon Nachmittag, aber nachdem ich 2002 am South Rim war, möchte ich heute den Sunset am North Rim des Grand Canyon erleben. Die Strecke von Kanab bis zum Grand Canyon Nationalpark zieht sich gewaltig und leider ist es immer wieder bewölkt, bzw. nach den riesigen, aufsteigenden Rauchschwaden zu urteilen, muss auch in der "Nähe" ein Waldbrand toben aber idealerweise reißt es am Grand Canyon auf. |
| Das North Rim ist um einiges weniger stark frequentiert als das South Rim und man sieht auch ganz andere Teile des Grand Canyon, besonders interessant fand ich die Perspektive vom Point Imperial auf das riesige Plateau im Norden, mit den Schatten der Wolken am Boden. Den wunderschönen Sonnenuntergang genieße ich am Cape Royal. In der Dunkelheit der Nacht geht es, nach kurzem Schock durch ein plötzlich auf der Straße stehendes Reh, retour nach Kanab. Der Sunset war mal wieder ein perfekter Abschluss eines herrlichen Tages. |