| Nach der Canyon Tour gestern geht es heute auf den Berg - über einen atemraubenden Trail geht es auf Angels Landing rund 500 Meter hoch über dem Zion Canyon. Um 8.45 Uhr starte ich den Hike von The Grotto, das Wetter ist ideal kühl, nur heute wird einem schnell warm. |
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Der Weg bis zum Scout Overlook kann jeder
problemlos zurücklegen, die 21 sehr steilen Walter Wiggles
Kehren am Ende des Refrigerator Canyon haben es zwar in sich,
aber der Weg ist bis zu Scouts Lookout fast durchgehend betoniert
und somit nicht so anstrengend. Hier am Plateau wo sich der
Angels Landing Trail vom West Rim Trail teilt ist auch für
die meisten "Wanderer" Endstation, denn ab jetzt wird
es heftig und absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
sind zwingend erforderlich. Von der "Plattform" sieht
man bereits den weiteren Weg und es ist so heftig wie es aussieht.
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Der Weg lässt sich kaum beschreiben,
an manchen Stellen ist er nicht mal einen halben Meter breit
und auf beiden Seiten geht es rund 500m senkrecht nach unten,
aber es gibt an den "Extremstellen" immer wieder Ketten
zum Festhalten und mit ein wenig Abenteuerlust, Mut und ohne
Höhenangst kommt man zu dem einmaligen Aussichtspunkt 500m
über dem Canyon.
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| Im Norden erkennt man die Narrows von Gestern und im Süden öffnet sich der Zion Canyon. Nachdem es, wie vorhergesagt, leicht zu regnen beginnt mache ich mich nach dem Mittagslunch auf den Rückweg. Nach genau 4 Stunden komme ich wieder @ the Grotto an. |
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Nach genau 4 Stunden komme ich wieder @ the
Grotto an. Da ich nach dieser Bergwertung keine Energie für
weitere Hikes habe besuche ich, nach einem kurzen Stopp beim
Zion Human History Museum, die andere Seite des Zion Nationalparks
- die Kolob Canyons - weit im Norden, an der eigenen Ausfahrt
von der I-15. Hier gibt es auch einige interessante Trails,
ich aber genieße nur die Aussicht vom Kolob Canyons Viewpoint
und gehe den kurzen Trail zum Timber Creek Overlook, von wo
man bei guter Fernsicht bis zum North Rim des Grand Canyon sehen
soll - aber da spielt heute das Wetter nicht mit, aber die Aussicht
ist trotzdem super.
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Heute steht außer fahren nur ein kurzer
Besuch von Salt Lake City am Programm. Bereits früh morgens
geht's auf nach Norden. Gegen Mittag treffe ich in Salt Lake
City ein. Beim Visitor Center vis a vis des Capitol parke ich
mein Auto und mache mich zu Fuß auf Richtung Temple Square.
Nach Besuch des Mormonen Tempels (aber nur von außen)
geht's wieder den Berg hinauf zum Capitol, von dessen Stufen
man einen schönen Blick auf Salt Lake City hat, wobei die
Stadt eigentlich nichts Besonderes zu bieten hat.
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| Da der Himmel rundherum kohlrabenschwarz ist und es auch phasenweise immer wieder schüttet, erübrigt sich ein Besuch des Antelope Island State Park am Großen Salzsee und ich fahre weiter bis Rexburg in Idaho. An der Idaho Visitor Information bei der Staatsgrenze am Highway sehe ich zum ersten Mal wieder die Motelcouponhefte, ich war schon verwundert dass ich bis dato noch keine gesehen hatte, aber so dicht gestreut und umfangreich wie 2002 sind diese nicht mal annähernd, denn es sind nur sehr wenige pro Stadt und meist in nicht interessanten Gegenden... In Rexburg steige ich im Super 8 um 76,74 $ ab (Indoor Pool & Spa, Micro & Kühlschrank, Lobby PC & Frühstück ++) |
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Bei der Ankunft im schönen Städtchen
West Yellowstone in Montana bin ich doch etwas überrascht
und schockiert als fast überall no vacancy steht und wenn
nicht, dann ist nur ein Zimmer für eine Nacht frei, ich
aber will 2 Nächte hier bleiben. Nach einigen erfolglosen
Versuchen lande ich zufällig im Moose Creek Inn wo noch
ein nettes Zimmer für 2 Nächte frei ist. 80,20 $ pro
Nacht für das Zimmer mit Micro & Fridge plus Computer
in der Lobby, hier komme ich das erste Mal dazu für die
Leute daheim ein paar Bilder ins Netz zu stellen. Um 9 Uhr bereits
bin ich bei der Einfahrt in den Yellowstone Nationalpark. Da
das Wetter morgen sehr schön sein soll, hebe ich mir die
südliche Geysir Basin Gegend für morgen auf und besuche
heute den nördlichen Teil des Yellowstone NP. Gleich bei
der Einfahrt im Madison Valley sind die ersten Büffel zu
sehen, aber von denen sollen noch viele folgen. Bei den ersten
Geysiren wird begeistert losfotografiert dabei wird es mit jedem
Mal faszinierender. Nach dem Monument Geyser Basin und den Artists
Paintpots gehe ich die 2 Trails im Norris Geyser Basin, ehe
ich die Mammoth Hot Springs Terraces erreiche. Von der einstmals
faszinierenden Schönheit der Sinterterrassen ist leider
nicht mehr viel aktiv, aber meines Erachtens lohnt sich ein
Besuch trotzdem, denn auch die wenigen aktiven, heißen
Quellen sind sehenswert, ebenfalls sollte man unbedingt die
kurze Loop Road bei der Upper Terraces Area abfahren.
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Weiter geht's Richtung Tower Fall, hier am
Blacktail Deer Plateau und im Lamar Valley soll die Wahrscheinlichkeit
auf Bären zu treffen am größten sein, und dem
ist auch so. Wenn am Straßenrand Unmengen an Autos stehen
gibt es immer irgendwelche Tiere zu sehen, wenn aber Verkehrschaos
herrscht und gar nichts mehr geht - "dann ist der Bär
los"! Und so komme ich zu meinem ersten Schwarzbären
der im Baum sitzt, als ich nach längerer Beobachtung weiterfahren
will kommt er sogar endlich runter, aber bereits einige Meilen
weiter der nächste Schwarzbär, diesmal spaziert er
direkt entlang der Straße und denkt sich wohl "Was
wollen all diese Menschen hier in meinem Wohnzimmer..."
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Da es bereits bald zu dämmern beginnt
fahre ich noch das Stück weiter zum Tower Fall, bevor ich
wieder zurück in die "Serengeti von Yellowstone"
- dem Lamar Valley abbiege. Alleine die riesigen Büffelherden
sind faszinierend aber hier sehe ich neben einem Bighorn Sheep
und einem Coyoten auch meinen ersten Grizzly, allerdings nur
in riesiger Entfernung durch das Fernglas, keine Chance für
eine Kamera ohne Megazoomobjektiv.
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Über den Dunraven Pass fahre ich Richtung
Canyon Village, als irgendwo in der Mitte zwischen Tower Fall
& Dunraven Pass das unglaubliche passiert - in der Kehre
vor mir sehe ich einen Grizzly die Straße überqueren!
Als ich mich langsam mit dem Wagen nähere und am Straßenrand
stehenbleibe, steht Meister Petz keine 10 Meter entfernt von
mir! Wow, da wird einem auch im Wagen noch ein wenig anders
und das Glücksgefühl ist nicht zu beschreiben. Die
Entfernungen im Yellowstone sind nicht zu unterschätzen,
bis ich im Motel eintreffe ist es bereits knapp vor 22 Uhr.
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Bereits um 6 Uhr morgens passiere ich die
Einfahrt in den Nationalpark, wunderbare Morgenstimmung, niemand
unterwegs außer den Tieren, es war sogar so kühl
dass die Scheibe leicht vereist war. Als erstes mache ich mich
mal auf zu Old Faithfull, dem wohl berühmtesten Geysir
den es gibt. Das Visitor Center beim Old Faithfull öffnet
aber erst um 8 Uhr. Der erste angeschriebene Ausbruch soll gegen
8.29 sein, da es erst kurz vor 7.30 Uhr ist gehe ich die kleine
Geysir Hill Runde, als ich kurz vor 8 Uhr wieder zurückkomme
ist Old Faithfull aber bereits am Ende seines Ausbruchs und
ich sehe nur mehr die letzten Züge, shit verpasst aber
er bricht ja ungefähr alle 90 Minuten aus.
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Also starte ich zum Morning Glory Pool, jeder
der unzähligen Geysire und Pools ist auf seine Art einzigartig,
zufällig erlebe ich den Ausbruch des kleinen Sawmill Geyser.
Der Grotto Geyser mit seinen versteinerten Baumstämmen
hat auch ein einzigartiges Aussehen. Von den Pools sind abgesehen
vom faszinierenden Morning Glory Pool der Beauty Pool und der
Chromatic Pool die schönsten. Der Morning Glory Pool am
Ende des Trails allerdings ist überwältigend - die
Farben sind so unglaublich - Wahnsinn den darf man keinesfalls
auslassen! Da die 4,5km lange Runde mit unzähligen Fotostopps
doch länger dauerte sind die 90 Minuten bereits lang vorbei,
ehe ich wieder bei Old Faithfull ankomme.
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Da ich aber hier nicht ewig warten will notiere
ich mir die ungefähren Ausbruchszeiten der Geysire und
fahre zum Midway Geyser Basin, hier befindet sich mit der Great
Prismatic Spring ein weiteres Highlight. Leider bläst der
Wind den Dampf konstant in Richtung des Weges, wodurch man die
einzigartigen Farben zwar erkennt, ein Foto im Nebel ist aber
fast unmöglich. Anschließend fahre ich den Firelake
Drive ab, da der Great Fountain Geyser in rund 30 Minuten ausbrechen
soll und es schon fast Mittag ist, beschließe ich hier
zu warten und meinen Mittagslunch hier zu genießen. In
geringer Entfernung vom Great Fountain Geyser sehe ich einen
der ältesten und am häufigsten (ca. alle 30 Minuten)
ausbrechenden Geyser - den konusförmigen White Dome Geyser
- ausbrechen.
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Als der Great Fountain Geyser eigentlich schon
aktiv sein sollte, kommt ein Ranger vorbei und aktualisiert
die errechnete Ausbruchszeit um über eine Stunde nach hinten,
das ist mir dann doch zu lang zum erneuten Warten und so versuche
ich wieder mein Glück bei Old Faithfull und komme genau
rechtzeitig zum für 11.55 Uhr angekündigten Ausbruch
- und exakt um 12.00 Uhr legt er los, ein einzigartiges Schauspiel
bei blauem Himmel und Sonnenschein - perfekt. Da der Ausbruch
des Great Fountain Geyser nochmal nach hinten auf 12.40 Uhr
verschoben wurde versuche ich nun auch dort nochmal mein Glück,
und es passt, kurz nachdem ich ankomme legt er los, aber so
eine "Explosion" habe ich noch nicht gesehen, unmöglich
die in ihrer ganzen Gewalt auf ein Foto zu bringen, der macht
seinem Namen echt alle Ehre, ein Naturschauspiel dass seinesgleichen
sucht.
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Nun mache ich mich auf in den Südosten
des Parks zum Lake Yellowstone. Die Fahrt führt durch die
wunderschöne Landschaft des Nationalparks. Das West Thumb
Geyser Basin ist nicht sonderlich aufregend (nach dem Midway
& Upper Geyser Basin...) und kann man sich sparen. Am Yellowstone
Lake entlang geht es wieder nach Norden. Nach kurzem Besuch
des Mud Volcano und der Sulphur Caldron steht der Grand Canyon
of the Yellowstone mit seinen Upper und Lower Falls am Programm.
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Die meines Erachtens schönste Aussicht
auf die Lower Falls hat man vom Artist Point. Uncle Tom's Trail
zum Fuß der Lower Falls ist leider gesperrt aber von hier
hat man dafür einen schönen Blick auf die kleineren
Upper Falls. Ich besuche noch alle Viewpoints am North Rim,
aber so richtig begeistern wie der Artist Point kann mich davon
aber keiner. Als Resümee kann man festhalten dass man für
Yellowstone am besten 3 volle Tage plant (ein Tag im Norden,
ein Tag im Westen und einer im Osten), wenn man dann noch richtig
wandern will, dementsprechend mehr. Die Tiere sind fast nur
im Norden, am heutigen Tag habe ich außer ein paar Bisons
keine nennenswerten Tiere gesehen.
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| Auch der weitere Weg nach Süden in Wyoming entlang der Grenze zu Idaho bzw. Utah und abseits der Touristenhauptstrecke ist anders und sehr schön. In Green River steig ich im Motel 6 um 53,10 $ ab - na ja (Pool, Micro & Fridge +). Da es zeitlich gerade für die Golden Hour im Goblin Valley passen würde, mache ich mich noch auf, die 48 Meilen südwärts zurückzulegen, allerdings kurz vor Ankunft beim Goblin Valley State Park kommt mir plötzlich eine gewaltige Gewitterfront entgegen und somit is' nix mehr mit Golden Hour... Also, 180° Drehung und dem Gewitter davon, doch kurz nach Ankunft in Green River hat es mich eingeholt. Es geht ein Wolkenbruch nieder - gigantisch - das Wasser steht sofort überall, da der trockene Boden die Massen gar nicht aufnehmen kann. Da bekommt man eine Vorstellung davon, wenn sich so ein Gewitter im Einzugsgebiet eines Slot Canyons ausschüttet, mit welcher Gewalt dort eine Flash Flood daherkommt... |