| Über billigfluege.de haben wir einen günstigen Flug (800,- Euro) nach Anchorage gefunden. Um 8.40 starten wir mit Air India von Frankfurt nach Chicago. Meine Erwartungen bei Air India waren eher gering, aber ich wurde positiv überrascht - Platzangebot, Service, Entertainment und Verpflegung waren absolut in Ordnung. Als wir nach 9 Stunden Flug um 10.50 Ortszeit (7 Std. Zeitunterschied) in Chicago landen, kommt noch eine kleine Schrecksekunde auf uns zu - nämlich - als der Pilot im letzten Moment des Landeanfluges wieder hochzieht und nochmals kräftig durchstartet, aber beim 2. Versuch setzt er den großen Vogel sanft auf. Bei der Einreisekontrolle das nächste mulmige Gefühl, der Einreisebeamte meint nach der Kontrolle dass ich hinten warten soll, ein Officer holt mich dann... Mit Diesem und ein paar weiteren Einreisenden geht's dann ab ins Hinterzimmer, wieder warten bis dann der nächste Beamte erneut ein paar Fragen stellt, ehe er mir eine angenehme Weiterreise wünscht... |
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Da wir bis zum Anschlussflug nach Anchorage
noch einige Stunden Zeit haben, fahren wir um 2,25 $ mit der
Metro ins Zentrum von Chicago. Durch das lange Einreiseprozedere
bleibt allerdings nicht viel mehr Zeit als ein Muss-Einkaufsbesuch
im Hard Rock Cafe und ein gemütliches Subway Sandwich ehe
wir wieder mit der Metro die rund 45 Minuten dauernde Rückfahrt
zum Flughafen antreten.
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| Um 18.00 starten wir mit Alaska Airlines nach Anchorage, wo wir nach 7 Stunden Flugzeit gegen 22 Ortszeit (3 Std. Zeitunterschied) landen. So positiv überrascht ich von Air India war, so enttäuschend war Alaska Airlines (wenig Platz im Flieger, dürftiges Essen nur gegen Bezahlung, kein Unterhaltungsprogramm). Nachdem wir unser Auto übernommen haben (reserviert haben wir um knapp 900,- Euro bei Hertz einen SUV der Kategorie Chevy Trailblazer, es ist aber nur ein Ford Flex AWD verfügbar welcher in die gleiche SUV Klasse fällt...). Bereits vor Monaten habe ich online im European Bed & Breakfast in Anchorage ein Zimmer mit dem Vermerk der späten Anreise reserviert. Als wir dort nun nach diesem mittlerweile über 28 Stunden dauernden Tag knapp vor Mitternacht hundemüde ankommen, der nächste Schockmoment, ein Fehler in Ihrer Reservierung, wir wurden gestern erwartet und es ist alles ausgebucht, super. Nachdem sie sich rund hundertmal entschuldigt hat meint sie es gibt noch eine Cabin im Garten ohne Wasser, welche sie uns zum Sonderpreis geben kann, und da wir einfach nur ins Bett wollen ist dies auch ok und wir fallen hundemüde um. |
| Als wir am Morgen am Weg von unserer Hütte ins Haus einen riesigen Haufen Sch... im Garten erblicken, erzählt uns Irene (eine gebürtige Holländerin), dass da wohl wieder ein Elch in der Nacht durch den Garten spaziert sei, das kommt des Öfteren vor.... Nach einem ordentlichen Frühstück (europäisch - amerikanisch) steht erst mal Ausrüstung einkaufen am Programm. Wettertechnisch hat sich über Nacht leider nichts geändert - es regnet - angeblich hatten sie heuer den bisher regenreichsten Sommer seit Ewigkeiten, aber somit könne es nur besser werden... Bei Fred Meyer werden mal Lebensmittel & Kochutensilien gekauft ehe wir bei REI noch weiteres Campingzeug kaufen, billig ist was anderes, gut dass ich das meiste Zeug mitgebracht habe, Bärenpfefferspray kostet hier 54,- $, für meine kleine Dose habe ich zuhause beim Outdoorstore in Wien 5,- Euro bezahlt... |
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Als nächstes steht ein Besuch beim Alaska
Native Heritage Center am Programm, im Veranstaltungssaal findet
gerade eine Tanzvorführung statt. Wir erkunden im strömenden
Regen den großen Aussenbereich des Museums und lassen
uns über des ehemalige Leben der Ureinwohner aufklären
ehe wir am Nachmittag Richtung Norden aufbrechen.
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| Die eigentlich schöne Strecke entlang des Parks Highway lässt nicht mal erahnen, dass in den Wolken die atemberaubenden Gipfel der Alaska Range versteckt sind. Im Denali State Park machen wir einen kurzen Stop bei einem der schönsten Viewpoints zum Mt. McKinley, dieser lässt sich aber nicht erblicken, der Ausblick bei der Hurricane Gulch ist nicht viel besser. Als wir gegen Abend beim Denali National Park ankommen regnet es wiedermal in Strömen und wir haben eigentlich keine Lust das Zelt aufzubauen, vor allem da wir morgen für die lange Reise zum Wonder Lake Campground alles in unsere Rucksäcke verstauen müssen. Also fahren wir eine Meile weiter ins Touristische Zentrum des Denali National Park. Hier nehmen wir uns um 142,- $ (mit AAA Rabatt) ein erstklassiges, großes Zimmer im Rainbow RV & Motel. |
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Heute geht es ab in die Wildnis, leider hat sich das Wetter
noch immer nicht gebessert, abwechselnd Nieselregen, Regen,
Starkregen. Vor Monaten habe ich bereits den Camper Bus zum
Wonder Lake Campground |
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Da man aber nicht annähernd den Ansatz
der hohen Gipfel der Alaska Range erkennt, könnte man glauben,
dass sie gar nicht existiert. Vom Stony Hill Lookout wie auch
vom Eielson Visitor Center hat man an klaren Tagen einen herrlichen
Blick auf den Mount McKinley und die Alaska Range, aber wie
so oft nicht heute. Laut Statistik ist der höchste Berg
Nordamerikas (6.194 m) im August gerade mal an 3 Tagen ganz
zu sehen, im Juni & Juli noch weniger, nur im September
sind die Chancen am höchsten, aber wir hoffen auf morgen
und übermorgen.
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| Jeden Abend um 19.30 findet am Campground ein Ranger Vortrag über verschiedenste Themen statt. Heute geht's um die Mosquitos, welche hier im Juni und Juli eine massive Plage sind, aber als erstes gibt es noch einen Crashkurs über die Wildnis und wie man sich verhält wenn man z.B. auf Bären oder Elche trifft. Ranger O-Ton: Um nicht im Wald von einem Bären überrascht zu werden, bzw. einen Bären zu überraschen sollte man sich am besten immer laut unterhalten oder singen. Wenn man einem Bären begegnet - stehenbleiben, ihn ruhig ansprechen, nicht weglaufen, auch nicht wenn er auf einen zuläuft, meist handelt es sich um einen Scheinangriff, Pfefferspray anwenden wenn er sich aggressiv nähert (Achtung auf die Windrichtung...), bei einem Schwarzbärangriff gleich kämpfen, bei einem Grizzly zuerst totstellen, zusammenkauern, am besten mit dem Rucksack am Rücken und erst wenn er anfängt einem zu essen, dann mit allen Mitteln kämpfen. Bei einem Elchangriff ist weglaufen und hinter einem Baum verstecken angesagt. Das Wichtigste ist, die Tiere nicht in ihrem benötigten Platz einzuschränken bzw. nicht zwischen Mutttertier und Junge zu kommen. Als kulinarische Herausforderung kann man die Trekking-Trocken-Nahrung bezeichnen, welche nur mehr mit Wasser aufgegossen wird und unsere Nahrung für heute und morgen darstellt, aber wenn man auf jedes Gramm Gewicht und Platz im Rucksack achten muss kann man nicht wählerisch sein... |
| Die erste Nacht im Zelt ist vorbei, "Härtetest" standgehalten. Temperatur ca. 3° C, trotz Regen in der Nacht blieb das Zelt trocken. Matte und Schlafsack waren bequem und mit Jogginghose, Socken und Pullover im Schlafsack war es ausreichend warm. Um vom Wonder Lake zu einer sinnvollen Uhrzeit wegzukommen, muss man zeitig aufstehen. 2 Busse übernachten beim Campground wovon einer um 6.30 und einer um 8 Uhr losfährt. Der um 6.30 fährt direkt Richtung Parkausgang, der um 8 zuerst nach Kantishna und dann zurück Richtung Parkausgang (wer den um 8 Uhr verpasst kann also im Notfall die rund eine Meile lange Stichstrasse vom Campground zur Parkroad gehen und dort auf die Rückkehr das Busses von Kantishna warten und bei der Kreuzung zusteigen (ca. 9.15 Uhr). Die Ranger Volunteerin hat uns gestern als Wandertipp für schlechteres Wetter einen Hike beim Skyline Drive in Kantishna empfohlen. Nach einem kurzen Frühstück in der Kälte und einem mäßig brauchbaren Instant-Kaffee mit grässlichem Milchpulver nehmen wir den 8 Uhr Bus nach Kantishna. |
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Vom Visitor Center führt der Eielson
Alpine Hiking Trail rund 300 Höhenmeter mittel-steil auf
den Berg, knapp eine Stunde benötigen wir für den
Aufstieg. Am halben Weg bereits hat sich der Mt. McKinley wieder
hinter eine dichte Wolkendecke verabschiedet, das Panorama von
oben ist trotzdem atemberaubend. Wir erkunden oben ein wenig
das Plateau und genießen die herrliche Landschaft und
den Rundum-Ausblick auf 3 Täler. Hier oben wimmelt es auch
nur so von Erdhörnchen.
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| Heute heißt es wieder früh aus der Matte, denn mit dem 8 Uhr Bus geht es wieder raus aus dem Park. Die 2. Nacht im Zelt und schon hat man sich an Kälte und Geräusche gewöhnt. Für einen kurzen Augenblick blinzelt der Mt. McKinley durch die Wolkendecke ehe es wieder zuzieht - was hatten wir gestern für Glück... Heute ist schon wieder Paul unser Busfahrer und wir sehen beim Rausfahren um einiges mehr an Landschaft und Wildlife als an unserem verregneten ersten Tag im Denali. Ein Fuchs der auf der Lauer liegt und uns somit leider nur seinen Hintern zeigt, einige Elche, eine Caribou-Herde, ein paar Braunbären, Dallschafe endlich nicht in unendlicher Entfernung und ein einsamer Wolf der direkt neben der Straße eine Rast eingelegt hat. |
| Um 14 Uhr 30 kommen wir wieder bei unserem Auto am Denali Visitor Center beim Parkausgang an. Da wir mit unserem Zimmer im Rainbow RV & Motel sehr zufrieden waren und heute gern ein wohliges Bett und eine Dusche hätten, steigen wir diese Nacht wieder dort ab, obwohl wir nachher feststellen, dass die Zimmer im nur wenige Meilen entfernten Healy bedeutend günstiger wären. Nach einem guten Footlong Buffalo Chicken Sandwich bei Subway und einem kleinen Souveniershopping fahren wir mit dem Auto nochmal in den Nationalpark, in der Hoffnung auf den für die Öffentlichkeit befahrbaren 15 Meilen vielleicht noch ein wenig Wildlife zu sehen. Und was haben wir für Glück, direkt neben der Straße weiden 2 riesige Elch Bullen und lassen sich von der Vielzahl an fotografierenden Touristen auch nicht abschrecken. Ein unbeschreiblicher Moment. |
| Nach knapp 40 Meilen beginnt die Wolkendecke aufzureißen
und es kommt immer mehr die Sonne durch, wodurch auch immer mehr
von der Alaska Range mit ihren mächtigen Gletschern zum Vorschein
kommt. Fast genau in der Mitte zwischen Cantwell und Paxson liegt einsam in der Wildnis die Alpine Creek Lodge. Laut der Bibel des Nordens - the Milepost - gibt es hier immer gratis Kaffee für Besucher. Das wollen wir uns mal ansehen und legen eine kurze Rast ein. Wie alle in Alaska werden wir extremst freundlich begrüßt. Zum üblichen Smalltalk gibt's auch den gratis Kaffee, da wir aber nicht zum Schnorren hier sind und in der Küche gerade Ham & Eggs vor sich hinbruzzeln fragen wir, ob wir auch welche bestellen können, klaro. Nach gemütlichen 45 Minuten mit leckeren Kaffee und Ham & Eggs fragen wir was wir schuldig sind und bekommen als Antwort nur dass wir geben sollen was uns beliebt und es uns wert war - tja was nun, also lassen wir 15 $ hier und verewigen uns noch im Gästebuch bevor wir weiterfahren. Je weiter wir nach Osten kommen, desto schöner wird das Wetter und umso größer unsere Freude. Das Panorama ist soweit das Auge reicht einfach beeindruckend. Beim Maclaren River machen wir kurz Halt bei Crazy Dog Kennel's Hundeschlitten Ranch, aber außer einer Menge Hunden ist leider weit und breit niemand. |
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Auf den letzten, bereits asphaltierten Meilen
des Denali Highway legt die Landschaft "noch einen drauf".
Das Panorama der Alaska Range und ihren von der Sonne angeleuchteten
Gletschern & Gipfel ist absolut traumhaft. Nicht schlecht
schauen wir ,als dann auf einem der vielen Viewpoints plötzlich
ein Campingbus mit deutschem Kennzeichen hält. Natürlich
kommt man da schnell ins Gespräch und es handelt sich um
ein deutsch-österreichisches Paar welche sich ein Jahr
Auszeit genommen haben und in der Zeit Nord- & Südamerika
bereisen wollen. Nachdem wir Paxson erreicht haben geht es am
Richardson Highway südwärts. Der Richardson Highway
folgt in weiten Teilen der Trans-Alaska-Pipeline, welche von
Valdez im Süden bis ans Eismeer bei Prudhoe Bay verläuft,
und so hat man immer wieder gute Aussicht auf die Pipeline wie
z.B. am Dick Lake
Wir haben zwar die Gegend der Alaska Range verlassen, die Berge des Wrangell - St. Elias National Parks sind aber nicht minder beeindruckend, wie der Mount Drum mit dem Copper River im Vordergrund, weiter geht's zum Visitor Center des National Park. |
| Das Wrangell - St. Elias National Park Visitor Center liegt fast außerhalb des Parks am Richardson Highway. Als wir ankommen werden wir von den Rangern regelrecht "überfallen", denn wir sind die einzigen hier und in 5 Minuten fängt der Film über den National Park an und ob wir den nicht sehen wollen, aber dafür fehlt die Zeit und wir sehen uns erst mal um. Als wir wieder gefragt werden in wenigen Minuten beginnt der Ranger Vortrag über die erste Besteigung des Mt. Blackburn (den mit 4.996m höchsten Berg der Wrangell Mountains) durch eine Frau, na gut, wir denken den hören wir uns halt mal an, und wir sind wieder die einzigen, aber dementsprechend interessant ist es und aus dem Vortrag entwickelt sich eher ein interessantes Gespräch mit der Rangerin. Auf unsere Frage nach dem besten und sinnvollsten Platz zum Übernachten um morgen über die McCarthy Road in den Wrangell-St. Elias Nationalpark zu fahren wird uns der Kenny Lake Mercantile & RV Park empfohlen. Wir können uns nicht dem Eindruck verwehren, dass den Rangerinnen hier teilweise echt fad ist und sie sich über unseren Besuch gefreut haben und uns alles was geht zeigen wollen, denn am Weg zum Ausgang "beginnt in wenigen Minuten schon wieder der Film" :-) Nur ein paar Schritte vom Visitor Center entfernt hat man einen wunderschönen Blick auf den Copper River und den dahinter liegenden Mt. Drum, einer der unzähligen erloschenen Vulkane, lediglich Mt. Wrangell ist noch aktiv. |
| Mit einem schmalen Einschnitt im Fels am Ufer des Copper River beginnt in Chitina stilgemäß die 60 Meilen (97 km) lange "Abenteuerstraße" McCarthy Road. Diese ist eigentlich bei so gut wie allen Autovermietern versicherungstechnisch ausgeschlossen, aber wir haben von Anfang an fix vorgehabt in die, mittlerweile wieder zum Leben erwachte, Geisterstadt zu fahren und somit - was soll's, wird schon schiefgehen... Die Horrorgeschichten gehören längst der Vergangenheit an, eine Reifenpanne hat man aber natürlich trotzdem sehr leicht... Sowohl die Rangerin gestern im Visitor Center als auch heute morgen die Lady im Diner sagten, dass die McCarthy Road heuer in einem guten Zustand sei, wir aber auf Railroadnails achten sollen. Dazu sei erwähnt dass die McCarthy Road direkt auf der alten Kennecott - Cordova Eisenbahntrasse verläuft und durch den Schotter immer wieder alte Holzstücke zum Vorschein kommen da die Eisenbahntrasse einfach mit Schotter und Erde aufgefüllt und so zur Straße gemacht wurde... Die ersten 10 Meilen sind dann auch relativ schlecht und es geht kaum schneller als 10-20 mph aber ab dann wird es besser und man kann die erlaubten 35 mph fahren, allerdings allzeit zu einer starken Bremsung bereit wenn mal wieder ein paar heftige Schlaglöcher erscheinen... |
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Die meisten Teile der alten Eisenbahntrasse
kommen auf den ersten 10 Meilen zum Vorschein, aber auch danach
ist immer wieder einmal Vorsicht geboten. Die Kuskulana Bridge
war früher einmal eine echte Herausforderung, da sie weder
Leitplanke noch vollflächigen Holzbelag besaß, seit
1988 ist diese Challenge allerdings auch Geschichte.
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| Nicht ganz 2 Stunden haben wir Zeit bis die Führung startet. Da wir aber nach rund 45 Minuten noch nicht in der Nähe des Gletschers sind, beschließen wir uns zu trennen. Rolf macht die Führung, ich will zum Fuß des Gletscher, was noch knapp 15 Minuten dauert. Bereits am Weg hat man immer schöne Ausblicke auf den Root Glacier, aber wenn man am Fuße steht, ist es nochmal etwas anderes. Eigentlich etwas riskant ohne Steigeisen und nicht zu empfehlen, aber ich will unbedingt ein wenig auf den Gletscher und so suche ich mir einen Grat an dem ich mich nach oben orientiere und mit den Trekkingstöcken geht es auch halbwegs einfach nach oben. Retour nach unten ist es schon etwas haariger, aber im Schneckentempo geht es auch. Wenn man dann die Guides mit Ihren Touren durch's große Zoomobjektiv beobachtet wie sie auf dem riesigen Gletscher verschwinden, ist die Lust so eine Tour zu unternehmen riesengroß. Leider reicht hierfür die Zeit nicht und so mache ich mich wieder auf den Rückweg. Alleine im Wald wird einem doch auch etwas mulmig wenn man es im Gebüsch irgendwo rascheln hört, denn schließlich sind wir im Bärenland und am Anfang des Trails warnt ein Bild eines Schwarzbären am Gletscher der aus einem Rucksack frisst vor den Gefahren... |
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McCarthy ist einfach faszinierend, traumhaft
schön und unbeschreiblich zugleich. Man wird irgendwie
zurückversetzt um rund hundert Jahre. Es ist hier wirklich
wie wenn man in einer Geisterstadt ist, die aber gleichzeitig
lebt und fortgeschritten ist. Aber es ist auch diese Unbeschwertheit
und Freiheit die man hier in McCarthy noch mehr spürt als
man sowieso schon in Alaska merkt. Da fährt am Abend der
Papa mit dem Quad (ATV) entlang, vorne dazwischen und hinten
drauf je ein Kind, im zweiten Quad dahinter folgt die Mama ebenfalls
2 Kinder drauf, ohne Helm oder sonstiger Sicherung, Hunde laufen
im ganzen Ort frei herum und liegen auf der Straße usw.
McCarthy ist zwar eigentlich autofrei, aber die Ortsansäßigen
können über eine private Brücke über den
Kennicott River und somit gibt es hier nicht nur ATV's sondern
auch einige Autos, hauptsächlich Shuttlebusse und Touristendienstleister.
Wir überlegen noch kurz ob wir für morgen eine Flightseeing Tour über die Gletscherwelt buchen sollen, aber 30 Minuten (95,-$) sind uns zu kurz, und 201,- $ (90 Minuten) sind uns doch zu teuer. |
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